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Phototechnik aus Jena, Dresden und Görlitz
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Sonstige Objektive
Auf dieser Seite sollen interessante Normal-, Wechsel- und Spezialobjektive von diversen Herstellern vorgestellt werden, um Vergleiche zwischen ihnen ziehen zu können. Der Blick über den Tellerrand sozusagen.
Leitz Sumicron 2/50 mm von 1952
Die Firma Leitz gehört zu den Pionieren beim Einsatz des lichtstarken Doppelgauß in der Stillbildphotographie. Schon mit dem Summar 2/5 cm hatte die Firma in den 1930er Jahre ein derartiges Normalobjektiv im Angebot, wenn auch die Bildleistung aus heutiger Sicht noch sehr zu wünschen übrig ließ. Die Lage verschärfte sich, als in der zweiten Hälfte der 1930er Jahre die Farbphotographie auf den neuen Mehrschicht-Umkehrfilmen aufkam. Diese Aufnahmematerialien reagierten auf Unterbelichtung mit sehr unschönem Farbkippen, sodaß die Hersteller nach Lösungen suchten, die Ausleuchtung Richtung Bildränder und -ecken zu verbessern. Erster Zwischenschritt da hin war das Summitar.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde in Wetzlar an einem neuen Spitzenobjektiv gearbeitet, das letztlich als Summicron 2/50 auf den Markt gebracht wurde. Die Einführung der Entspiegelungsschichten, die mittlerweile Standard waren, erlaubten eine Aufspaltung vormaliger Kittgruppen in Einzellinsen, womit neue Konstruktionsparameter geschaffen wurden. Das Errechnen solch eines vielflächigen Objektivs war mit den damaligen Methoden natürlich sehr komplex.

Oben ist eine frühe Version dieses Summicron vom Februar 1952 gezeigt. Der genaue Aufbau dieses Objektivs wurde bis zur Serieneinführung noch vielfach überarbeitet. Grundlage war stets das von Gustav Weissenberg und Otto Ungemach entwickelte Lanthan-Kron LaK9, dessen Herstellungstechnologie offenbar eng mit Schott Mainz erarbeitet wurde. Die von Erwin Puts aufgestellte Behauptung, Leitz habe dieses Objektiv zunächst mit englischem Glas der Firma Chance Brothers gerechnet und sei erst 1954 auf das eigene, thoriumfreie LaK9 umgestiegen, wird durch die Quellen widerlegt. Bei dieser frühen Version von 1952 ist zudem bemerkenswert, daß die inneren Zerstreuungslinsen aus dem neuartigen Tief-Flint F16 bestehen, das über eine anomale Dispersion verfügt. Gut ist zu sehen, wie die übergroße Frontgruppe das mit maximaler Hauptstrahlneigung einfallende Schrägbüschel vergrößert, was der Ausleuchtung der Bildecken sehr entgegenkam, die Beherrschung der außeraxialen Fehler aber naturgemäß immens erschwerte.

Ich bin aber kein Leitz-Experte, ich kann an dieser Stelle nicht sagen, welche Rechnung dann wirklich in Serie ging. Leitz selbst publizierte, das F16 sei im ersten Serienobjektiv von 1953 durch LF7 und F5 ersetzt worden. Oben sieht man eine weitere Version dieses Objektivs vom Oktober 1952 mit stark verringertem vorderem Luftspalt [Sammlung Mann]. Auch zwischen der Linse zwei und drei gab es einen kleinen Luftspalt und die Linse 2 lag auf der nachfolgenden Linse 3 mit ihren rückwärtigen Linsenrändern auf. Die Fase, die dazu an der hinteren Fläche der Linse 2 angebracht wurde, mußte sehr genau gefertigt sein, damit diese Linse 2 nicht verkippte. Solcherlei Konstruktionsmerkmale verteuerten ein Objektiv in der Herstellung, denn der Fertigungs- und Prüfaufwand macht den Hauptteil der Gesamtkosten aus – nicht die paar Gramm an seltenen Erden im Glas.
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Während der 1950er Jahre waren vom Summicron 2/50 mm offenbar zwei Versionen gleichzeitig auf dem Markt: Eine für die versenkbare und eine für die feste Fassung. Sie lassen sich durch die Formgebung der Linse Nummer 2 voneinander unterscheiden.
Leitz Elmax 3,5/50 mm
Daß der Ursprung der Leica auf die Zeit vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges zurückgeht, ist in Fachkreisen bekannt. Wirkliche Anstrengung, diese bis dahin weitgehend private Entwicklung Barnacks zu einem marktfähigen Produkt auszubauen, wurden seit dem Jahre 1921 unternommen [Vgl. Mitteilung von Leitz: "Was ist eigentlich Elmar, 1933"]. Man erkennt das daran, daß auch das erste Objektiv, womit die Kamera zu Beginn serienmäßig ausgeliefert wurde, auf das Jahr 1921 zurückgeht.

Aus diesem Objektiv "System 1921" wurde das spätere Elmax 3,5/50 mm. Man erkennt als hinteres Sammelelement des Triplet-Abkömmlings eine Drillingslinse. Der Konstrukteur Max Berek hatte hier drei Krongläser miteinander verkittet. Die zwei negativ wirkenden Elemente dieser dreiteiligen Kittgruppe bestehen dabei aus Bor-Kron und gewöhnlichem Kron mit kaum voneinander abweichenden Brechzahlen aber nicht unerheblich verschiedenem Ny. Die Sammellinse bestand dagegen aus Schwerkron. Wie man in der rechten unteren Ecke erkennen kann, wurde das Objektiv im Oktober 1922 so umgerechnet, daß diese letzte Linse auf ein deutlich höher brechendes Schwerkron umgestellt wurde, was eine Abänderung des Radius Nr. 8 nach sich zog. Leitz bezog dieses Glas aus der zu Goerz gehörenden Sendlinger Glashütte in Berlin-Zehlendorf (erkennbar an der für diesen Hersteller charakteristischen Nomenklatur 621/581). Die Verfügbarkeit dieses neuen Schwerkronglases, das nach der Übernahme durch den Zeisskonzern als SK15 in den Glaskatalog aufgenommen wurde, führte dazu, daß die hintere Sammellinse als übliches Dublett mit einer einzigen, sammelnd wirkenden Kittfläche ausgeführt werden konnte, was ab 1925 den Übergang zum bekannten Elmar bildete.

Oben ist der Strahlenverlauf durch die erste Version des Elmax aus dem Jahre 1921 wiedergegeben. Die minimal anderen Anhaben für die Brennweite etc. ergeben sich daraus, daß im Datenblatt die Brechzahlen und ny-Werte für die Spektrallinie D angegeben sind, während sich bei Schott der Bezug auf die d-Linie durchgesetzt hatte. Charakteristisch auch für das spätere Elmar ist die in den ersten Luftraum verlegte Blende. Das hat nicht nur eine seltsame Asymmetrie des oberen und unteren Schrägstrahls gegenüber dem Hauptstrahl zur Folge, sondern eine sonst bei Normalobjektiven kaum anzutreffende positive (also kissenförmige) Verzeichnung von reichlich 1 Prozent. In Anbetracht der frühen Entstehungszeit war die Abbildungsleistung schon bei geringer Abblendung außergewöhnlich gut.
Pentax Super-Takumar 1,4/50 mm
Die Firma Asahi Optical Company muss zweifellos als Pionier der einäugigen Kleinbild-Spiegelreflexkameras in Japan gesehen werden. Man hatte in Tokio frühzeitig die großen Vorteile dieses Bautyps gegenüber den Meßsucherkameras ausgemacht und anstatt wie Nikon oder Canon Leica und Contax zu kopieren, orientierte man sich an der Praktiflex der Dresdner Kamera-Werke. Mittlerweile legendär ist die Aussage von Siegfried Böhm, die Japaner hätten "seine" Kamera mitsamt all der Fehler, die sie anfänglich gehabt habe. Er meinte damit hauptsächlich den unglückseligen Hubspiegel, den Böhm bald eliminierte zugunsten eines Springspiegels.

Über die Firma Asahi und ihre Pentax Kameras würde aber heute keiner mehr sprechen, wenn sie sich nicht schon bald von diesem Status des bloßen Nachbauens abgesetzt und eigene Weiterentwicklungen eingeführt hätten. Pentax-Spiegelreflexkameras dominierten seit der zweiten Hälfte der 50er Jahre über mindestens ein Jahrzehnt hinweg diesen Marktbereich und wurden in Dresden als größter Konkurrent betrachtet. Das lag auch daran, weil die hochwertigen Kameras zunehmend mit erstaunlich guten Objektiven aus eigenem Hause ausgestattet wurden.

Ein herausragendes Beispiel dafür ist sicherlich das Takumar 1,4/50 mm von 1963. Konica hatte damals ein Hexanon 1,4/52 mm herausgebracht, das eine erstaunlich gute Leistung zeigte. In Jena wurde das Pancolar 1,4/55 mm entwickelt, das eine Antwort auf das Planar 1,4/55 von Zeiss Oberkochen darstellte. Das charakteristische an der Pentax-Lösung ist das hintere Kittglied, das als Drillingslinse ausgeführt ist, um die Koma-Erscheinungen in den Griff zu bekommen. Beim Studium des zugehörigen Japanischen Patentes Nr. 40-28384 stellt man zweierlei Dinge fest: Erstens wurde das zweite Patentbeispiel produziert, was an der bikonvexen vorletzten Linse erkennbar ist, obwohl hier die Schnittweite nur 73,05 % der Brennweite beträgt. Das erste Patentbeispiel hat mit 75,42 % zwar eine längere Schnittweite, aber hier wäre die vorletzte Linse ein Meniskus. Zweitens scheint das real gefertigte Objektiv tatsächlich eine Brennweite von 50 mm zu haben, obwohl dann nicht der im Patent zugrunde gelegte Bildwinkel von 46 Grad zutrifft, sondern 47,6 Grad erreicht werden.

Und daß es beim in Serie gefertigten Objektiv im Hinblick auf die Schnittweite recht knapp zuging, erfährt man aus einer Beilage zur Bedienungsanleitung, wo in Punkt 7 gewarnt wird, das Objektiv an anderen Kameras mit M42-Gewinde zu verwenden, da dort der Spiegel an der Rücklinse anschlagen könnte. Erwähnenswert an diesem Objektiv sind zudem die extrem hochbrechenden Glasarten, die von der Firma Hoya bereitgestellt wurden. "NbFD13" steht für Niob-Schwerstflint – das waren die absoluten Spitzengläser der damaligen Zeit. Wie das SSK11 beim Pancolar 1,4/55 mm neigen diese Schwerstflint-Gläser aber durch die radioaktiven Glasbestandteile zum Vergilben. Das Takumar 1,4/50 wurde schon nach kurzer Zeit durch ein gleichnamiges Pendant mit 7 Linsen und einer längeren Schnittweite ersetzt.

Die Bildfehlerkurven für das achtlinsige Takumar 1,4/50 oben und für das siebenlinsige unten. Beachten Sie beim Vergleich die deutlich feineren Maßstäbe beim letzteren!

Konica Hexanon 1,8/40 mm
Heute ist fast schon vergessen, daß die Firma Konishiroku – eigentlich ein Produzent von Filmen und Photochemie – zu den Pionieren im Bau japanischer Kleinbild-Spiegelreflexkameras gehörte. Vor allem die Autoreflex-Modelle mit der mechanisch gesteuerten Blendenautomatik nahmen eine Sonderstellung im Markt ein.
Doch Anfang der 1970er Jahre kam nicht nur die elektronische Steuerung von Belichtungsautomatiken auf, wodurch die mechanischen Lösungen rasch veralteten, sonder es verbreitete sich auch eine Kompaktbauweise, die ein schnelles Reagieren der Mitbewerber erforderte, wenn man am Markt erfolgreich bleiben wollte. Es genügte jedoch nicht, allein die Kameras zu verkleinern, sondern Firmen wie Olympus und Pentax warben damit, daß sie auch entsprechend kompakte Objektive im Angebot führten. Für die Firma Konica war das Anlaß, mit dem Hexanon 1,8/40 mm ein sehr kompaktes Normalobjektiv mit einem über das Übliche hinausgehendem Bildwinkel auf den Markt zu bringen.

Um bei einem derart lichtstarken Objektiv eine ausreichend lange Schnittweite zu erlangen, hatte die Konstrukteurin Toshiko Shimokura den Doppelgauß so abgewandelt, daß im vorderen Glied die Stellung der Zerstreuungslinse vertauscht wurde, also die übliche Abfolge +/+/- in +/-/+ abgewandelt wurde. Denn "durch die Vorverlegung der Negativlinse in der Frontgruppe wird insbesondere die paraxiale Austrittsstrahlhöhe an der Endfläche der Frontgruppe vergleichbar derjenigen eines Objektivs vom Tessar-Typ, so daß das Gesamtobjektiv eine große Schnittweite erhalten kann." Das teilt uns die bundesdeutsche Patentschrift Nr. 2.827.455 vom 22. Juni 1978 mit. Deutlich sieht man oben, wie die bildseitige Hauptfläche H', die beim Gaußtyp üblicherweise in der Nähe der Blende oder sogar davor liegt, in diesem Falle weit Richtung Bildebene verschoben ist.

Die Kurven für Koma, Öffnungsfehler, Astigmatismus und Verzeichnung lassen eine insgesamt bemerkenswerte Bildqualität erkennen (der Maßstab gilt für die Brennweite f =1). Die sphärische Aberration ist einmal für die gelbe d-Linie ausgezogen und zum anderen für die blaue g-Linie gestrichelt gezeichnet, sodaß auch auf das Restmaß an Sphärochromasie geschlossen werden kann. Die Verzeichnung erreicht etwa -1,3 Prozent in der Bildecke. Man bedauert fast, daß dieses bemerkenswerte Objektiv nur für Konica hergestellt wurde.
Dong Feng 2,8/80 mm
Was wissen wir von der chinesischen Kameraindustrie? Heute kommen viele führende Aufnahmegeräte aus China sowie große Anteile der in den Mobiltelephonen verbauten Kameras. Aber 1970? Da gab es von ganz oben einen Auftrag, hochwertige Kameras zu entwickeln, die mindestens die Qualität der schwedischen und deutschen Vorbilder haben sollten. Und ein Ergebnis dieser Aktion ist die Dong Feng (Westwind).

Ja, es handelt sich um einen Nachbau der Hasselblad. Aber eben nicht auf Basis einer Fertigungslizenz, sondern um eine eigene Entwicklung. Insofern mußten viele Technologien überhaupt erst geschaffen werden, um beispielsweise einen eigenen Zentralverschluß auf die Beine zu stellen. Daß planwirtschaftlich arbeitende Industrien in wirtschaftlich abgeschotteten Ländern mit viel Aufwand Dinge ein zweites Mal erfinden mußten, weil sie eben nicht einfach auf dem Weltmarkt eingekauft werden konnten, das kennen wir beispielsweise auch aus der Geschichte des VEB Pentacon. Aber in Dresden hat man dann das Produkt wenigsten zehn- oder hunderttausendfach gefertigt. Von dieser Dong Feng scheinen jedoch letzten Endes nicht einmal hundert Exemplare herausgekommen zu sein.

Auch die Objektive hat man selber entwickelt. Es sind zwar deutliche Anleihen zum Oberkochener Planar 2,8/80 mm zu erkennen, aber auch hier handelt es sich nicht um eine direkte Kopie, sondern um eine Entwicklung auf Basis der eigenen Fähigkeiten. Die damals veröffentlichten Bildfehlerkurven lassen gar keine schlechte Leistung erwarten. Nur der lange Bau mit den großen Lufträumen sorgte für eine ziemlich starke Beschneidung der schrägen Büschel, weshalb die Eckenausleuchtung nicht optimal war. Ansonsten war das alles ziemlich beachtlich. Doch die chinesische Wirtschaft war damals noch nicht so weit, den Weltmarkt mit Hochtechnologie-Produkten zu beliefern. Um dort hin zu kommen, sollten letztlich noch 40...50 Jahre ins Land gehen...

Diesen Bildfehlerkurven zufolge hatte das Dong Feng 2,8/80 mm nur geringe sphärochromatische Restfehler, deckungsgleiche Bildschalen und eine gut beherrschte Koma.
Dem Exa-Besitzer, der kaum größere Abzüge als 7x10 oder 9x12 anfertigen ließ, genügte auch die zugegebenermaßen bescheidene Abbildungsleistung dieses Triplets. In geringerem Umfange wurde aber auch eine Version mit dem M42-Gewinde für die Praktica angeboten, wie das untere Bild zeigt. Das dürfte aber nach Einführung der Druckblendenmechanik in der zweiten Hälfte der 1950er Jahre eher der Ausnahmefall gewesen sein.

Ganz oben sind die Fassungsgestaltungen des Meritar 2,9/50 zu sehen; von den späten 40er Jahren (noch ohne Vergütung und recht grob bearbeiteter Fassung) bis hin zu einer ausgesprochen zeitgemäßen Variante mit Vorwahlblende. Diese sollte einmal mit dem Primotar 2,8/50 mm von Meyer Görlitz verglichen werden (im Bild oben rechts).
Hier eine Gegenüberstellung gezeigt der Kontrastübertragung des Meritars 2,9/50 mit dem (vergleichbaren) Domiplan von Meyer Görlitz und dem Jenaer Tessar 2,8/50mm.

Als Meritar 3,5/75 mm wurde dieser wohlfeile Dreilinser in den 1950er Jahren auch in Mittelformatkameras des Nennformates 6x6 verbaut. Für die Bildgröße 6x9 gab es eine Variante mit der Lichtstärke 1:4,5.
Bei der Reparatur dieser Kamera entdecke ich übrigens auf der Rückseite der Andruckplatte dieses Datum. Es lohnt sich also manchmal, an solchen Stellen nachzuschauen
Daß bei Ludwig in Weixdorf zwar komplexere Objektive als die billigen Triplets entwickelt, aber dennoch nicht auf den Markt gebracht worden sind, erklärt uns eine Einschätzung aus einem CIA-Bericht vom Mai 1955 [CIA-RDP80-00810A006600430009-6]. In der DDR der 50er und 60er Jahre war die Wirtschaftspolitik gegenüber mittelständischen Privatbetrieben so ausgerichtet, daß Kredite, die zur Ausweitung der Produktion notwendigen Investitionen ermöglicht hätten, nur im Gleichklang mit einer staatlichen Beteiligung zu erlangen waren. Dies lief auf einen Kontrollverlust auf das eigene Unternehmen hinaus, den die Inhaber oft bis zum Letzten zu vermeiden suchten. Als fatale Folge ergab sich oftmals die erschreckende Stagnation in diesen Firmen zu jener Zeit, wie sie beispielsweise auch bei Pouva zu erkennen ist.

Zeiss Oberkochen Tessar 3,5/50 mm
Ein interessantes Versuchsobjektiv aus der Bundesrepublik ist dieses Tessar 3,5/50 mm mit Anschluß für die Exakta Varex. Mir ist nicht bekannt, daß in Oberkochen Objektive für dieses Kamerasystem serienmäßig gefertigt wurden. Möglicherweise wurde das Versuchsobjektiv aber gezielt mit einer Fassung für die Exakta versehen, um die optische Rechnung mit dieser Kamera praktisch erproben zu können. Schließlich galt die Exakta bis in die zweite Hälfte der 1950er Jahre als die international führende einäugige Kleinbildreflexkamera.
Marco Kröger
letzte Änderung: 10. Juni 2026

Yves Strobelt, Zwickau
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