Stereokameras

 Oben ist die Bildfolge abgebildet, wie sie beim  gleichmäßigen Colardeau-Schaltschritt entsteht. Meine Abwandlung besteht nun darin, daß der Film nicht nur 10, sondern 10 ⅔ Perforationslöcher transportiert wird. Dadurch sind die Bilder nicht nur 5, sondern 5 ⅓ Perforationslöcher breit. Das klingt erst einmal unerheblich. Tatsächlich ergibt sich aus dieser leichten Vergrößerung nun aber ein echtes 24x24mm Bildformat, also quadratisch. Quadratische Stereoaufnahmen sind aus mehreren  technischen und gestalterischen Gründen aber die Ideallösung. Daß dabei die zwangsläufige Bindung an die Perforationslage verlorengeht, sehe ich nur als Schönheitsfehler, denn in der Praxis müssen Stereoaufnahmen ohnehin immer exakt montiert werden. Ein einfaches Einhängen der Perforation in irgendwelche Nasen des Diarahmens genügt nämlich  meist nicht.


Aus diesem Bildtransport ergibt sich eine  Stereobasis von 76mm, die gegenüber der Normalbasis von 65mm eine leicht gesteigerte Tiefenwirkung zur Folge, was aber bei Beachtung der stereoskopischen Grundregeln kein Problem darstellt.


Einige Stereokameras, die ich auf diesen Bildtransport hin umgebaut habe, möchte ich im folgenden darstellen.





MK